Sie sind hier: Weihen

Alle drei in Deutschland regelmäßig vorkommenden Weihen gehören der Gattung Circus an und sind mittelgroße, schlanke Arten mit langen Flügeln und Schwänzen.

Ihr typischer, flacher Jagdflug führt sie oft nur wenige Meter über dem Erdboden entlang über offenes Gelände. Dabei halten sie ihre Flügel leicht angehoben in Form eines "flachen Vs".

Als eine der wenigen Ausnahmen unter den Greifvögeln sind Weihen Bodenbrüter. Ihre Nester legen sie im Schilf, in ausgedehnten Brach-, Moor- und Heideflächen und aufgrund des fortschreitenden Verlusts ihrer natürlichen Lebensräume auch in zunehmendem Maße in Getreide- oder Rapsfeldern an. Letzteres birgt aber die Gefahr, dass die Jungen während der Ernte von den schweren Maschinen überrollt oder zerhäckselt werden.

Die landläufige Bezeichnung „Gabelweihe“ bezieht sich auf den Rotmilan, der mit den eigentlichen Weihen nicht näher verwandt ist. Diese drei Arten von Weihen sind in Europa beheimatet:

Kornweihe Entgegen ihrem Namen brütet die Kornweihe nur ausnahmsweise in Getreidefeldern. Sie bevorzugt vielmehr niedrig bewachsene offene Flächen wie Moore, Heiden, Feuchtwiesen, steppenartiges Gelände oder Sanddünen, wie z.B. auf den deutschen und niederländischen Wattenmeerinseln. Da solcherlei Flächen in Deutschland rar geworden sind, trifft man sie hier als Brutvogel leider nur noch selten an. Dagegen ist sie im Winterhalbjahr (etwa September/Oktober bis April) normalerweise die einzige Weihenart in Mitteleuropa und ...

Rohrweihe Der Name "Rohrweihe" deutet auf den typischen Brutplatz dieses Greifvogels hin: Das Nest wird, wie bei allen Weihen, auf dem Boden gebaut, und zwar zumeist in ausgedehnten Schilf- und Röhrichtbeständen. In zunehmendem Maße brütet die Rohrweihe aber auch in Getreide- und Rapsfeldern, wo das Gelege bzw. die Jungvögel unter Umständen akut durch die großen landwirtschaftlichen Erntemaschinen bedroht sind. Alle Weihen sind Greifvögel des Offenlandes und jagen in niedrigem Suchflug, meist mit leicht V-förmig angehoben...

Wiesenweihe Die Wiesenweihe ist die schlankste unter den drei kleinen Weihenarten und mit ihrer leichten, fast seeschwalbenartigen Flugweise in der Luft äußerst elegant. Ihr Name beschreibt einen ihrer bevorzugten Lebensräume: Als Brutvogel findet man sie in ausgedehntem, gern feuchtem Wiesengelände, aber auch in Niedermooren, trockenen Heideflächen und zunehmend auch in Getreidefeldern, wo ihre Eier und später die Nestlinge allerdings stark von den großen landwirtschaftlichen Maschinen bedroht sind. Wie alle Weihen jagt ...