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Schwarzmilan

In Deutschland zwar deutlich seltener als der Rotmilan, gilt der Schwarzmilan weltweit als die wohl häufigste Greifvogelart: Er bewohnt weite Teile Europas, Asiens und Afrikas sowie Australiens und Neuguineas!

Wenn auch nicht wirklich schwarz, ist der Schwarzmilan doch wesentlich dunkler gefärbt als sein naher Verwandter, der Rotmilan. Auch er ist recht langflügelig und -schwänzig, allerdings weniger extrem. Er wirkt insgesamt recht einheitlich dunkelbraun und zeigt, im Gegensatz zum Rotmilan, nur schwach aufgehellte Felder auf der Unterseite der Handschwingen. Sein Schwanz ist deutlich schwächer gegabelt und kann in weit gespreiztem Zustand sogar gerade abgeschnitten wirken. Aufgrund ihrer vorwiegend bräunlichen Färbung ähneln Schwarzmilane entfernt Weibchen und Jungvögeln der Rohrweihe, zeigen aber eine „kantigere“ Silhouette und fallen u.a. meist durch ihren gekerbten Schwanz auf.

Bevorzugte Brutplätze mitteleuropäischer Schwarzmilane sind offene bis halboffene Landschaften mit Wäldern oder kleineren Gehölzen zum Brüten sowie Gewässern verschiedener Art zur Nahrungssuche, denn Fische (zumeist tote Exemplare, die im „Vorbeiflug“ von der Wasseroberfläche gegriffen werden) stellen einen nicht unerheblichen Teil seiner Nahrung.

Ähnlich wie Rotmilane sind auch Schwarzmilane außerhalb der Brutzeit sowie im Winterquartier recht gesellig und bilden z.T. größere Schlafplatzgemeinschaften.

Der lateinische Artname des Schwarzmilans (migrans = wandernd, ziehend) leitet sich aus seinem Zugverhalten ab: Die mitteleuropäischen Brutvögel sind Langstreckenzieher und überwintern zumeist in Afrika südlich der Sahara. In Deutschland kann man Schwarzmilane etwa zwischen April und August beobachten.