Immer häufiger liest man in Zeitungen von Greifvogel-Angriffen auf Spaziergänger oder Jogger. Dazu ein Statement von Markus Fietz von Greifvogel.com:

Es gibt ganz vereinzelt Fälle, in denen bestimmte Individuen von Greifvögeln bzw. Eulen dem Menschen gegenüber erhöte Aggression zeigen. Das ist fast ausschließlich dort der Fall, wo ein Wanderweg nahe am Horst gebaut worden war und so regelmäßig "Störungen" durch Spaziergänger oder Jogger auftreten. Eine weitere Möglichkeit wäre, dass in der Nähe Jungvögel der betreffenden Art im so genannten Ästlingsstadium (also kurz, nachdem sie den Horst verlassen haben) herumsitzen und die Elterntiere die Gefahr durch Passanten überbewerten.

Die Wahrscheinlichkeit, auf solch einen Vogel zu treffen, ist gering aber nicht unmöglich!

Deshalb muss man sich in Zukunft also nicht grundsätzlich vorsehen oder besonders schützen. An den Stellen, wo diese Angriffe passiert sind und bekannt sind, dass der Vogel "leicht reizbar" ist, sollte man dort eine gewisse Vorsicht walten lassen... (Mir ist in über 15 Jahren intensiver Beobachtungestätigkeit an Greifvögeln und Eulen noch nichts Vergleichbares passiert!).

Ähnliche mir zu Ohren gekommene Fälle betrafen den Mäusebussard, den Habicht und den Waldkauz.

Es besteht auch die Möglichkeit, dass der betreffende Vogel evtl. aus menschlicher Obhut (z.B. aus einer Falknerei, Aufzuchtstation o.ä.) entflogen ist oder ausgesetzt worden war und dadurch seine natürliche Scheu vor Menschen verloren hat bzw. sie sogar als Futterquelle kennt. Bei solchen Vögeln kann man sich nicht mehr zur Gänze auf ihre natürlichen Instinkte verlassen...

Ich hoffe, Ihnen etwas weiter geholfen zu haben und wünsche Ihnen weiterhin angenehme Joggingläufe und Spaziergänge, vielleicht mit leicht geänderter Streckenführung!