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Die Falken sind wissenschaftlich gesehen mit den „eigentlichen“ Greifvögeln der Ordnung Accipitriformes (mit den Familien Pandionidae (Fischadler) und Accipitridae (Habichtverwandte)) nicht näher verwandt und stehen deshalb in ihrer eigenen Ordnung Falconiformes.

Der Einfachheit halber und weil sie den eigentlichen Greifvögeln in Lebensweise und ökologischer Funktion durchaus ähneln, verzichten wir auf dieser Website aber auf diese strenge begriffliche Trennung.

Alle europäischen Falkenarten sind eng miteinander verwandt und stellen eine stammesgeschichtlich recht junge Vogelgruppe dar. Sie weichen in vielem von den eigentlichen Greifvögeln ab:
Sie bauen zum Beispiel keine eigenen Nester und legen ihre Eier, je nach Art, z.B. auf waagerechte Simse in Felswänden oder Steinbrüchen bzw. in Nischen und Kanten menschlicher Gebäude, in den baumlosen Tundren der Nordhalbkugel auch einfach auf den flachen Erdboden oder übernehmen z.T. größere Nester anderer Vogelarten.

Des Weiteren töten sie ihre Beute vornehmlich durch einen Biss in die Halswirbelsäule (bei größeren Beutetieren) bzw. die Schädeldecke (bei kleineren Beutetieren). Man bezeichnet sie daher auch als „Bisstöter“. Die eigentlichen Greifvögel hingegen töten durch Walken mit den krallenbewehrten Fängen, sie werden deshalb „Grifftöter“ genannt (s.a. Kapitel „Greifvögel allgemein“).

Alle einheimischen Falkenarten zeichnen sich durch recht lange, spitz zulaufende Flügel und zeitlebens dunkle Augen aus. Sie jagen vornehmlich in offenen Landschaften bzw. im freien Luftraum sind daher in größeren, geschlossenen Wäldern in der Regel nicht anzutreffen.

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