Was ist das für ein Greifvogel?

Foto: Eberhard Stäffan

Bestimmung:

Auf dem Foto ist schön zu sehen, dass der lange Schwanz mit 3 sichtbaren, groben Querbändern die Spitzen der sehr kurzen Flügel weit überragt.

Die gelbe Iris der Augen schließt einen Falken sofort aus: Diese haben zeitlebens dunkle Augen!

Die Proportionen des fotografierten Vogels (relativ großer Kopf / Größe im Vergleich zu den Ästen und zum Rohr) lassen auf ein Männchen vermuten. Diese sind 1/3 kleiner als die Weibchen und damit (sieht man von spärlich durchziehenden männlichen Merlinen ab) die kleinsten einheimischen Greifvögel!

Es handelt sich um einen Sperber.

Der Sperber ist in Deutschland der dritthäufigste Greifvogel (nach Mäusebussard und Turmfalke) und in der kalten Jahreszeit nicht selten auch im Siedlungsbereich und dort vor allem in der Nähe von Vogelfutterhäuschen anzutreffen, wo er auf einen "reich gedeckten Tisch" trifft: Als nahezu reiner Vogeljäger fängt der Sperber von unseren kleinsten Arten, Sommer- und Wintergoldhähnchen, bis hin zur Ringeltaube alles, was er überwältigen kann.